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Kindertagesstätte Bambini Oase


Unser Konzept

Umsetzung der Reggio-Pädagogik in der Kita Bambini Oase

Unser Bild vom Kind und die sich daraus neu entwickelnde Rolle der Erzieherin

Wir, als Erzieher und Erzieherinnen, betrachten jedes Kind von Geburt an als eigenständige Persönlichkeit mit unterschiedlichen Fähigkeiten und vielfältigen Ausdrucksformen. Das Kind erhält bei uns die Möglichkeit, seine eigene Fortentwicklung und sein Entwicklungstempo nach seinen individuellen Neigungen, Interessen und Begabungen zu bestimmen.

Berufsrollenverständnis

In unserer Arbeit hat sich unser Rollenveränderung dahingehend entwickelt, dass nicht mehr vorrangig der Erwachsene zeigt und erklärt, sondern auch wir von und mit den Kindern lernen. Wir wollen ihnen kein fertiges Wissen vermitteln, sondern sie durch Fragen neugierig auf unsere Welt machen und dazu anregen, selbst zu denken und Erfahrungen zu sammeln.

Wir sehen uns als Begleiter und Assistent jedes einzelnen Kindes. Dabei lassen wir den Kindern die Zeit, die sie brauchen, um sich weiterzuentwickeln, denn wir wollen nicht einem passiven Kind etwas lehren, sondern ein aktives Kind in seinen Lernprozessen unterstützen.

In unserer pädagogischen Arbeit mit den Kindern steht nicht das Ziel im Vordergrund, sondern der Prozess der Wegfindung zum Erreichen des individuell gestellten Lernzieles.

In der Reggio-Pädagogik berücksichtigen wir den Entwicklungsstand jedes einzelnen Kindes und werten nicht nach »falsch« oder »richtig«, nach »schön« oder »nicht schön«. Wir wissen, dass Kinder die Fähigkeit besitzen, ihre eigenen Theorien zu entwickeln. Das Kind eignet sich auf seine eigene Weise und im Experimentieren Wissen und Fähigkeiten an.

Selbstverständlich gehört in unser Alltagsgeschehen die Akzeptanz und Integration von Kindern mit Wahrnehmungsstörungen und anderen Entwicklungsverzögerungen. Diese werden ganz normal im Kita-Alltag integriert und gefördert.

Wir denken im gegenseitigen Erfahrungsaustausch darüber nach, wie das Kind seinen einzelnen Kompetenzen (Ich-Kompetenz, Sachkompetenz, soziale Kompetenz, Lernmethodische Kompetenz) gestalten bzw. entwickeln kann.

Das bedeutet für uns, sich weiterhin intensiv mit dem Berliner Bildungsprogramm auseinanderzusetzen und über das Bildungsverständnis zu diskutieren.

Wir, als Erzieher und Erzieherinnen, erleben, wie die Kinder mit Freude und Begeisterung eigenständig entdecken lernen, sich ihre Welt fragend und forschend erobern und dabei ihre Erfahrungen, Erlebnisse und Gefühle mit verschiedenen Mitteln zum Ausdruck bringen.

Dazu benutzt das Kind alle Sinne, es stellt Thesen auf und sucht im praktischen Tun nach Bestätigung.

In unserer pädagogischen Arbeit orientieren wir uns weiterhin an Fragen, Themen, Interessen und Vorlieben der Kinder. Die Jahreszeiten und Feste bestimmen ebenfalls die Themen, die sich in Geschichten, Liedern und Kunstmaterialien wiederfinden lassen.

Durch Beschreibung von Lern- und Spielsituationen, Erfassung von Äußerungen der Kinder in Form von Fragen und Antworten sowie mittels Darstellung in Form von Fotodokumentationen und anderen Medien wollen wir auch den Eltern und Besuchern verdeutlichen, was in unserer Einrichtung geschieht und somit den Stellenwert unserer pädagogischen Arbeit in unserer Kita verdeutlichen.

Rechte der Kinder

  • Das Recht auf eine gesunde geistige und körperliche Entwicklung
  • Das Recht, so akzeptiert zu werden, wie sie sind
  • Das Recht auf einen individuellen Entwicklungsprozess und ein eigenes Tempo dabei
  • Das Recht auf Gemeinschaft und Solidarität in der Gruppe
  • Das Recht auf Spielen und darauf, sich die Spielinhalte und Spielgefährten selbst auszusuchen
  • Das Recht, zu forschen und zu experimentieren
  • Das Recht auf Fantasie und eigene Welten
  • Das Recht, gemeinsam mit anderen Regeln aufzustellen
  • Das Recht, die Konsequenzen des eigenen Verhaltens zu erfahren, sich mit Forderungen auseinanderzusetzen

Das kindliche Spiel

Große Beachtung widmen wir dem kindlichen Spiel, der Haupttätigkeit des Kindes, denn Kinder lernen spielend. Hier haben Kinder die Möglichkeit, »ihre Welt« so zu spielen, wie sie es erleben und verstehen.

Das Spiel ist in besonders ausgeprägter Weise ein selbstbestimmtes Lernen mit allen Sinnen, mit starker emotionaler Beteiligung, mit geistigem und körperlichem Krafteinsatz. Es ist ein ganzheitliches Lernen, weil es die ganze Persönlichkeit fordert und fördert. Im Spiel lernen die Kinder freiwillig und mit Spaß, über Versuch und Irrtum, aber ohne Versagensängste. Im Spiel stellen sie sich ihre Fragen selbst und erfinden dazu die Antworten. Das entspricht dem Prinzip der Förderung von Bildung und Weltverständnis. Hier werden alle Lernbereiche miteinbezogen.

Das Spiel ist die Möglichkeit für Kinder, sich mit anderen Personen auseinanderzusetzen, ihnen näher zu kommen, ihre Eigenheiten, Stärken und Schwächen zu entdecken, zu schätzen und zu respektieren – und damit zugleich sich selbst vertrauter zu werden. Sie gewinnen Selbstvertrauen.

Spielformen

Wir unterstützen die Kinder, selbst zu entscheiden, was, wann, wie lange und mit wem sie spielen möchten.

Die Erzieher und Erzieherinnen ermuntern die Kinder, eigene Spielideen zu entwickeln, und stehen als Ansprechpartner zur Verfügung. Wir verabreden mit den Kindern Grenzen und Regeln und helfen bei Konflikten.

Hier kann sich die Verarbeitung im Umgang mit dem Material, in Form von Bauformen, Zeichnungen, Bildern und im Rollenspiel darstellen. Wir stellen den Kindern frei zugängliche Materialien zum Forschen und Experimentieren bereit, sowie vielseitig verwendbares Spielzeug und Gegenstände des täglichen Lebens.

Möglichkeiten zum kindlichen Spiel sind daher von uns pädagogisch auszurichten. Freispiel heißt, dass die Kinder selbst entscheiden, was sie spielen möchten. Lernspiel oder gelenktes Spiel bietet die Möglichkeit, die Kinder an gewisse Spielformen heranzuführen (Gesellschaftsspiele, Geschicklichkeitsspiele) und an Regeln zu gewöhnen. Hier kann die Erzieherin einem Kind den Einstieg in das Zusammenspiel erleichtern und Spielideen mit einbringen.

Das Spielen trägt im besonderen Maße zur Bildung einer sozialen Persönlichkeit bei. So werden z.B. Rücksichtnahme, Selbstbeherrschung, kooperatives Handeln und Selbstbehauptung geübt. Spielen fördert schöpferisches Denken und Handeln. Spielen dient der Selbstentfaltung der Kinder. So können Begabungen entdeckt und gefördert werden. Spielen ist Selbsterfahrung und ein Stück Lebensfreude.

Beobachtung

Durch gezielte Beobachtungen können wir herausfinden, welche und wie viel begleitende Unterstützung die Kinder für ihre Weiterentwicklung benötigen. Wir wollen ihre Kreativität und Fantasie anregen.

Neben den zufälligen Beobachtungen im Kita-Alltag gehören regelmäßige und gezielte Beobachtungen zu unseren wichtigsten Werkzeugen, um Kinder wirksam in ihren Bildungsprozessen zu unterstützen. Zu den Aufgaben der Erzieherinnen gehört es weiterhin, dass wir den Kindern zuhören, zusehen, sie gezielt beobachten, unterstützen und neugierig machen sowie ihre Fragen und Antworten dokumentieren.

Kinder mit besonderem Förderungsbedarf werden nach verschiedenen Beobachtungsverfahren betrachtet. Diese dienen dazu, Stärken und Ressourcen zu erkennen und Förderziele zu erarbeiten.

Je nach Altersgruppe bieten sich hierzu auch besonders die »Quasselrunden« bzw. ein »Morgenkreis« an. So können wir herausfinden, was für die Kinder von besonderem Interesse ist, womit sie sich gedanklich und seelisch beschäftigen, welche Fragen und Hypothesen sie bewegen.

Ein anderes Beobachtungsziel besteht darin, die aktuelle Interessens- und Bedürfnislage der Kindergemeinschaftt zu erfassen. Jede Beobachtung setzt Klarheit über Beobachtungsabsicht voraus.

Dokumentation

Mit dem Mittel der Dokumentation, die auch stets den Kindern, Eltern und allen interessierten Personen zugänglich ist, wird es uns möglich, die Prozesse und Entwicklungen festzuhalten.

Wir Erzieherinnen führen zur Identitätsfindung von der Eingewöhnungsphase an für jedes Kind ein pädagogisches Tagebuch und mit den Kindern ab dem dritten Lebensjahr ihr Sprachlerntagebuch. Es begleitet die Kinder während ihrer gesamten Kindergartenzeit und ist dokumentierter Teil ihrer persönlichen Bildungsbiografie. Es wird durch Einträge der Erzieher, Eltern und Kinder gefüllt.

Material

Wir gestalten die Umgebung der Kinder nach der Reggio-Methodik so, dass sie Material und Möglichkeiten haben, auf ihre Fragen Antworten zu finden und kreativ zu werden. Hierbei ist es wesentlich zu erkennen, das richtige Material anzubieten, das zum Thema notwendig wird.

Seit 2012 informieren wir uns in gezielten Fortbildungen über Inhalte und praktische Umsetzung der Bildungs- und Lerngeschichten.

Projektarbeit als Kernstück unserer pädagogischen Arbeit

Lernen in Projekten (zeitlich begrenzte Bearbeitung von Themen mit allen Sinnen) ist ein entdeckendes und forschendes, ein partnerschaftliches und gleichberechtigtes Lernen.

Projekte richten sich stets nach Interessen und Bedürfnissen der Kinder und entstehen nach Beobachtungen (z.B. Gespräche der Kinder untereinander und Spiele miteinander).

Planung

Durch gezieltes Beobachten versuchen wir in Erfahrung zu bringen, was die Kinder tatsächlich beschäftigt und womit sie sich intensiv auseinandersetzen möchten. Die Kinder lernen am nachhaltigsten, wenn wir den Lebensalltag und ihre eigenen Erfahrungen zum Gegenstand des Lernens machen.

Wir planen die Projekte nicht für unsere Kinder, sondern mit ihnen gemeinsam. Wir sehen daher jedes Projekt als kleine Abenteuerreise mit ungewissem Ziel. Der Weg ist hierbei entscheidend. Der konkrete Verlauf, das Tempo und die Richtung des Erforschens und Entdeckens orientieren sich an den Kindern.

Wir nutzen hierbei die Neugierde und Lernbereitschaft der Kinder und geben ihnen ausreichend Zeit, Raum, Impulse und Materialien, um eigene Hypothesen zu entwickeln, Zweifel zu äußern, eigene Erklärungen sowie Lösungen zu finden.

Für uns ist jedes Projekt neu, auch wenn es um ein Thema geht, das bereits von einer anderen Gruppe bearbeitet wurde, denn die Durchführung ist immer von der Zusammensetzung der Gruppe und neu entstehenden Fragen und Hypothesen abhängig. Selbstverständlich werden die Projekte in ihren Schritten und Zielen geplant, jedoch müssen die Erzieher flexibel sein, um zu erreichende Ziele gegebenenfalls zugunsten von Zwischenzielen aufgeben zu können bzw. zu verändern. Das bedeutet auch, Umwege zuzulassen, der Logik der Ereignisse zu folgen, Fehler als Übergänge von einer Situation in die nächste zu bewerten und zu schätzen.

Wir führen eine »Materialsammlung« zum Thema durch, analysieren mit Kindern, Eltern und Kollegen, unterstützen differenzierte Tätigkeiten und Aktivitäten der Kinder und stehen als Ansprechpartner zur Verfügung. Wir sehen Eltern und Experten hierbei als Bündnispartner an.

Projekte können auch zeitweilig ruhen. Der Ausgang des Projektes bleibt hierbei immer offen. Der Projektverlauf wird hierbei regelmäßig reflektiert.

Es gibt bei uns verschiedene Angebote, die zu Einzel- und Gruppenaktivitäten anregen, sowie viele Einzelkonzeptionen.

Umfeld

Projekte bleiben nicht nur auf die Räume der Kita begrenzt.

Das Motto der Reggio-Pädagogik »Hundert Sprachen hat ein Kind« verweist darauf, wie vielfältig das Kind seine Umwelt wahrnehmen und darstellen kann. Je nach Angebot und laufenden Projekten erkunden wir mit den älteren Kindern das Umfeld unseres Kiezes und Bezirks.

Ganzjährig nutzen wir auch nahegelegene Spielplätze, den Volkspark Friedrichshain oder den Anton-Saefkow-Park zum spielen, planschen, rodeln, betrachten Naturereignisse, machen Picknick oder uns auf die Suche nach einem Schatz. Wir besuchen (wenn es die personelle Situation zulässt) Vorstellungen im Theater, die Kinderbibliothek oder Begegnungsstätten, gehen ins Kino, in Ausstellungen usw.

Externe Angebote

Zusatzangebote von außen durch eine Musikschule, Fußball- oder Schwimmkurse gegen zusätzliche Gebühr unterstützen und akzeptieren wir bei Wunsch der Eltern, wenn sie unseren Alltag mit neuen Ideen und Aktivitäten bereichern. Hierbei achten wir jedoch darauf, dass diese Angebote möglichst am Nachmittag stattfinden und sich nicht störend auf unseren Gruppenalltag auswirken.

Elternarbeit, Kiezbezogenheit, generationsübergreifender Austausch

Eltern werden als Experten ihrer Kindern verstanden, die über besonderes Wissen verfügen im Hinblick auf die Lebensgeschichte ihres Kindes, Seine Gewohnheiten, Interessen, Vorlieben und Aversionen, seine Stärken und unterstützungsbedürftigen Bereiche.

Eltern

Engagierte, anspruchsvolle Eltern kennzeichnen weiterhin unser Elternprofil. Sie nutzen ihr Wunsch- und Wahlrecht und nehmen hierfür lange Wartezeiten bis zur Aufnahme hin.

Die Eltern treffen Entscheidungen zur Wahl ihrer Kita vorrangig nach dem Erstgespräch aus der Sicht des Betreuungskonzeptes, auf Grund des großen Gartens, der gesundheitsbewussten Bio-Vollwert-Ernährung sowie positiver Empfehlungen.

Für ein entwicklungsförderndes Erziehungsklima erwarten wir von den Eltern Interesse, Vertrauen, Handlungsfreiheit und Unterstützung bei unserer pädagogischen Arbeit.

Um den Erwartungen und Wünschen der Eltern und unseren eigenen gerecht zu werden, müssen wir die bisherige Elternarbeit immer wieder überprüfen und neu durchdenken. Wir wollen uns an den Bedürfnissen von Eltern und Familien orientieren und die Unterschiedlichkeit in ihren sozialen, religiösen, weltanschaulichen, kulturellen und sprachlichen Lebenshintergründen hierbei beachten. Wir haben erkannt, dass pädagogische Arbeit wenig Wirkung zeigt, wenn sie das reale Umfeld der Kinder außer Acht lässt.

Die Erzieherinnen in Reggio sagen: »Nur wenn wir uns öffnen, öffnen sich auch die Familien«. Die Eltern zeigen sich interessiert an der Reggio-Pädagogik und äußern den Wunsch nach Informationen und Mitarbeit. Eltern sind die ersten und engsten Bindungspersonen ihres Kindes und dadurch die wichtigsten Partner der Kindertageseinrichtung bei der Bildung und Erziehung des Kindes.

Eingewöhnung

Wir sind uns bewusst, dass die Eltern die ersten und fast immer die wichtigsten Bindungspersonen ihres Kindes sind und dadurch die wichtigsten Partner für uns Erzieher und Erzieherinnen bei der Bildung und Erziehung der Kinder.

Unser Eingewöhnungskonzept orientiert sich an gesammelten Erfahrungen und den Richtlinien des Eingewöhnungsmodells nach Hans-Joachim Laewen.

Bei einem ersten intensiven Aufnahmegespräch erläutert die Leitung des Hauses die Wichtigkeit der Erziehungspartnerschaft und benennt die Schwerpunkte des Kita-Konzepts und der hiermit verbundenen inhaltlichen Arbeit. Es erfolgt dann ein erster gemeinsamer Elternabend mit allen neuen Eltern, den Gruppenerziehern und der Leitung. Bereits hier können dann Eltern der zukünftigen Gruppe und Erzieher gemeinsame Kontakte knüpfen.

Unsere Erzieherinnen laden anschließend nach Vereinbarung die neuen Eltern mit ihrem Kind zu einem individuellen Eingewöhnungsgespräch ein. Hierbei können sie etwas über Vorlieben, Abneigungen und Besonderheiten der Kinder in Erfahrung bringen. In vertrauensvollen Gesprächen mit den Eltern wollen wir wesentliche Aspekte über die Kinder erfahren, über Rituale und Werte in der Familie, bevor sie zu uns kommen. Jede Einzelheit, ob zu Hause oder in der Einrichtung, wird ernst genommen, alltägliches und besonderes in seiner Auswirkung auf das Kind betrachtet. Je nach Wunsch und Möglichkeit bieten wir hierzu auch Hausbesuche an.

Kooperation

Im offenen Dialog zwischen Team und Eltern müssen wir uns Klarheit über Ziele und Grenzen im Kita-Alltag verschaffen.

Die Eltern in den jeweiligen Gruppen wählen einmal im Jahr ihre Elternvertretung. Mindestens zwei Eltern pro Gruppe sind gewünscht, um eine transparente und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Eltern und Team zu gewährleisten. Der Elternausschuss aller Gruppen trifft sich regelmäßig, um haus- und gruppenbezogene Fragestellungen zu diskutieren, das Erzieher-Team bei der Vorbereitung von Festen und Feiern zu unterstützen und Informant und Ansprechpartner für die anderen Eltern ihrer Gruppe zu sein.

Zwei- bis dreimal jährlich finden in den Gruppen Elternversammlungen in gemütlicher Runde, um über das Gruppengeschehen, zu pädagogischen Themen, zu aktuellen Projekten zu informieren und zu diskutieren.

Die Gruppenerzieher bieten den Eltern ein- bis zweimal jährlich Gespräche über den Entwicklungsstand der Kinder an.

Regelmäßig bringen sich engagierte Eltern auch bei der Umsetzung der Raumkonzeption, bei Renovierungsarbeiten und notwendigen Hilfsaktionen ein, sie beteiligen sich bei uns in ihrer Funktion im Elternbeirat, sind im Förderverein organisiert oder in der Garten-AG aktiv.

Transparenz

Für unsere Eltern haben wir das Haus weitgehend geöffnet. Nicht nur in der Phase der Eingewöhnung machen sie vom direkten Dabeisein im Ablauf des Gruppengeschehens Gebrauch, sondern auch beim Bringen und Abholen der Kinder.

Hierdurch kann das Bedürfnis nach Dialog und Austausch genutzt und gefördert werden. Ebenfalls wird der konzeptionelle Anspruch nach Offenheit und Transparenz deutlich.

Die Eltern erhalten einen Einblick in den Bildungsprozess der Kinder durch gemeinsam mit den Kindern erarbeitete Dokumentationen von kleineren und größeren Projekten. Sie bieten Anregungen für Gespräche zwischen den Kindern, Erzieherinnen und Eltern. Kontinuierlichen Dokumentationen können Entwicklungsfortschritte einzelner Kinder beschreiben.

Vernetzung

Unsere Kita sieht sich nicht nur als ein Ort für Kinder, sondern als generationsübergreifenden Treffpunkt, als Stätte öffentlichen und kulturellen Lebens.

Wir stehen in regelmäßigem, aktivem Kontakt mit dem Verein Dialog Reggio, dem Haus der kleinen Forscher, zum Kiez gehörenden Kitas und Grundschulen, sozialpädagogischen Institutionen und der Wohnungsbaugesellschaft Gewobag, dem Jugendamt, dem SPZ und Therapeuten. Bereits geknüpfte Beziehungen zu Firmen, Geschäften und Institutionen wie mit der Apotheke, der Bäckerei und der Zahnarztpraxis werden wir weiterhin pflegen.

Vorschularbeit und Übergang in die Schule

Ein Kind entdeckt, erforscht und gestaltet seine Welt und die zu ihr gehörenden Dinge sowie die in ihr wirkenden natürlichen und sozialen Erscheinungen und Zusammenhänge durch selbst gewählte Tätigkeit mit allen Sinnen und vom ersten Atemzug an. Ein aktives Kind bildet sich immer, es kann gar nicht anders.

Bildung

Kinder können nicht gebildet werden, sie machen sich selbst ihr Bild von ihrer Welt, und sie tun dies aus eigenem Antrieb. Kinder wollen lernen und sie wollen in dieser Welt etwas bedeutsames leisten.

Wir sehen unsere Arbeit von Beginn an als Bildungsaufgabe zur Vorschularbeit. Unsere Aufgabe ist es daher, die Bildungsprozesse jedes Kindes aufmerksam zu begleiten, seine individuellen Kompetenzen zu fördern und sie dabei zu unterstützen, das notwendige Selbstvertrauen zu entwickeln.

Mehrjährige Bildungsprozesse an Erfahrungen, Fähigkeiten und Kenntnissen fördern daher bei den Kindern die Entwicklung der Kompetenzbereiche Ich-Kompetenz, soziale Kompetenz, Sachkompetenz und Lernmethodische Kompetenz. Die einzelnen Kompetenzen sollen das Kind in die Lage versetzen, in verschiedenen Situationen seines Lebens selbstständig und verantwortungsbewusst zu handeln.

Ein Kind, das sich selbst bewusst ist, dass es schon vieles gelernt hat und in seinem Leben bereits vielfältige Fähigkeiten und umfangreiches Wissen erworben hat, kann die neuen Herausforderungen mit Selbstvertrauen aufnehmen und seine Motivation erhalten (Freude auf die Schule wecken). So unterstützen wir weiterhin unsere Kinder dabei, ihre eigene Meinung zu vertreten und diese zu begründen, den Tagesablauf und Gruppenraum aktiv mitzugestalten.

Vorschularbeit

Besonders im letzten Jahr vor Schuleintritt nimmt der Gruppenraum einen Schulcharakter an, in welchem Buchstaben, Zahlen und Messgeräte aus unterschiedlichen Materialien, Schulutensilien und Gesellschaftsspiele zu Verfügung stehen.

Intensiv erkunden wir gemeinsam die nähere Umgebung (Wohnhäuser der Kinder, Spielplätze, Museen und Theater, Kino, Tierpark, Arbeitsstätten der Eltern usw.). Durch die Gestaltung des gemeinsamen Lebens in unserer Kita und den regeln, die dieses Zusammenleben bestimmen, wollen wir gezielt unsere Kinder gut auf den Übergang zur Schule vorbereiten.

Hierzu nutzen wir folgende Möglichkeiten:

  • Kooperationsgespräche zwischen Eltern und Lehrern, Kitaleitung und Schulleitung führen
  • Lerndokumentationen aus dem Sprachlerntagebuch können beim Übergang in die Schule dem Lehrer zur Verfügung gestellt werden
  • Schnuppertag in der Grundschule, Reise ins Schulland, gegenseitige Hospitationen organisieren
  • Elternversammlung in der Kita anregen, zu der Lehrer und Lehrerinnen eingeladen werden
  • Informationen zur Schulanmeldung, erste Schuluntersuchung, Termine der Elternversammlungen in der Grundschule an Eltern weitergeben

Berliner Bildungsprogramm

Das Berliner Bildungsprogramm mit seiner verbindlichen Beschreibung seines Bildungsauftrags gibt uns klare Aussagen zur Umsetzung in die Praxis. Intensiv setzen wir uns hiermit auseinander, um das Bildungsprogramm nicht als starre Vorgabe zu betrachten, sondern als »rollende Reform« zu verstehen.

Die sieben Bildungsbereiche werden sich in der Gestaltung des Alltags, in den Spielen der Kinder, in themenbezogenen Projekten, in der Raumgestaltung, dem Materialangebot und Inhalten aus verschiedenen Bildungsbereichen immer mischen:

  • Körper, Bewegung und Gesundheit
  • Soziale und kulturelle Umwelt
  • Kommunikation: Sprachen, Schriftkultur und Medien
  • Bildnerisches Gestalten
  • Musik
  • Mathematische Grunderfahrungen
  • Naturwissenschaftliche und technische Grunderfahrungen

Fest in unseren Kita-Alltag hat sich auch die Arbeit mit den gemeinsam entwickelten Beobachtungsbögen integriert und bewährt. Durch die Arbeit mit diesen Bögen gelingt es uns leichter, die Entwicklungsetappen der einzelnen Kinder festzustellen und gezielt zu beachten.

Ebenfalls beziehen wir die Bildungsbereiche, je nach Bedarf der Förderung und auf jedes Kind abgestimmt, für unsere Integrationsarbeit mit ein.

Qualitätssicherung

Die Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit bringt die Entwicklung und Einführung von Qualitätsstandards mit sich. Die Qualität der pädagogischen Arbeit hängt von Sichtweisen, Einstellungen und pädagogischen Grundsätzen ab und wird bestimmt durch Rahmenbedingungen.

Qualitätsentwicklung lässt sich durch Kommunikation aller am Prozess Beteiligten darstellen. Hierbei ist es uns wichtig, einen Konsens zwischen verschiedenen Interessen (Eltern, Erzieher, Träger, Politik) und Erwartungen zu finden und die Akzeptanz unterschiedlicher Sichtweisen. Es ist auch wesentlich, sich die Frage nach der Qualität der Kita aus der Sicht der betreuten Kinder zu stellen, auch wenn diese ihr Interesse und ihre Bewertung aufgrund ihres geringen Alters noch nicht klar zum Ausdruck bringen können.

Für uns bedeutet es eine Auseinandersetzung mit der täglichen Praxis, d.h. sich bewusst zu machen, was in der eigenen Einrichtung passiert. Durch Selbstbeobachtung, durch Reflexion, Fremdevaluation und Bewertung können wir unser pädagogisches Handeln kritisch überprüfen. Qualität muss immer wieder reflektiert, diskutiert, entschieden und inhaltlich neu gefasst werden.

Um unseren Kindern mit erhöhten Fördermaßnahmen bestmögliche Entwicklungschance zu bieten, arbeiten wir mit Therapeuten, dem Jugendamt, dem SPZ und allen am Kind beteiligten Bezugspersonen eng zusammen.

Situationsbedingt arbeiten wir daran, Qualitätsstandards zu entwickeln und Indikatoren festzustellen. So haben wir bspw. Standards zur Ernährung (Vollwertkost-Projekt), zur Gestaltung der Mahlzeiten (Essenssituation) und zur Eingewöhnung neuer Kinder (Eingewöhnungsmodell nach Laeven) für uns entwickelt.

Des weiteren setzen wir uns immer wieder neu mit der Schlafsituation auseinander. Die Mittagsruhe bzw. die Schlafenszeit nutzen unsere Kinder als Erholungs- und Entspannungsphase. Sie wird in den einzelnen Kindergruppen individuell je nach Alter und Gegebenheit geregelt.

In gemeinsamer Diskussion mit allen Beteiligten geht es uns im Wesentlichen darum, Qualität festzustellen, sie zu entwickeln, zu sichern und fortzuführen.



Kindermund

Dann machen wir Barius und Kaktus tot!

— Hugo

Neuigkeiten

10.07.2017: Windpocken

In unserer Einrichtung sind Kinder an Varizellen (Windpocken) erkrankt.

01.06.2017: Keuchhusten

In unserer Einrichtung sind Kinder an Keuchhusten erkrankt.

01.06.2017: Wir suchen Erzieher(innen)

Unsere Kinder und wir freuen uns auf Sie!

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Speiseplan heute

Donnerstag, 14.12.2017

Mittag: bunter Kartoffel-Gemüseeintopf "Gärtnerin"
Vesper: Erdbeertrinkjoghurt mit Knusperbrot

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Termine

Schließzeit zum Jahreswechsel

Fr, 22.12.2017 – Mi, 03.01.2018

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Schulengel